Literatur Magazin

BÜCHER HIGHLIGHTS AUS DEM JAHR 2023! DIE MUST-READS – VON RICK RUBIN BIS FRAN LEBOWITZ3 min read

31. Januar 2024 3 min read

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BÜCHER HIGHLIGHTS AUS DEM JAHR 2023! DIE MUST-READS – VON RICK RUBIN BIS FRAN LEBOWITZ3 min read

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Bevor wir uns von der klassichen frachtwerk Seite verabschieden, schickt euch Literatur-Ressortleiter Dani nochmals in sein persönliches MUSST-DU-GELESEN-HABEN Reich. Hier seine subjektive Meinung, zu den Erscheinungen des vergangenen Jahres.

Mehr eine Bibel mit Lebensweisheiten – als ein Buch

Rick Rubin, ist einer der wohl bekanntesten wie auch unbekanntesten Musikproduzenten im Business. Seit über 40 Jahren mischt der Mann, die Musikwelt auf. Von den Beastie Boys, über Black Sabbath, U2 von Jay-Z bis zu Adele. Er hat mit in allen gearbeitet. Der mittlerweile 60-Jährige Kalifornier sieht nicht nur aus wie ein verdammter Guru, er ist es auch. Sätze lassen sich wie Weisheiten wieder und wieder lesen. Einfach nur wow. In «kreativ. Die Art zu sein» schildert er wie kreative Prozesse, Denk-Arbeitsweisen und Herangehensweisen die Kunst beeinflussen. Vor allem will er jungen Künstler:innen mit seinem Erfahrungsschatz behilflich sein. Ein Meisterwerk und ein Must-Read, nicht nur für Kunstschaffende, sondern wirklich für alle. Herr Rubin kann ich nur danken, für diesen Diamanten.

Fotos: B. Lacomb

Die Wohl lustigste Frau der USA

Ein weiteres und sehr heiteres Werk, liefert Fran Lebowitz mit ihrer Essay- und Artikelsammlung. Alte und neue Texte, Veröffentlichungen und Bonmots der zynischen Wahl New Yorkerin. Seit Mitte der 1970er Jahre treibt sich die jüdisch-stämmige-queere Autorin in den Strassen der Weltstadt um. Sie schaut den Einheimischen wie den Touristen aufs Maul und reflektiert die amerikanische Mentalität eins A. Seitenhiebe auf alles und jeden und ein Hauch von Selbstironie ist ihr Markenzeichen. Ihr Freund Martin Scorsese (Goodfellas, Taxi Driver…) liess sich sogar für eine Netflix Serie über seine Freundin Franny hin, für diejenigen unter euch, die schnell vorab ein Bild der coolsten Lady der USA bekommen wollen. Dem Buch lässt sich lediglich vorwerfen, dass man hier und da nicht ganz so recht weiss in welcher Dekade man sich befindet. Das tut den Lachmuskeln aber sicher nicht weh. Gewisse Themengebiete lassen sich auch easy überspringen. Einfach lesen und selber davon überzeugen.

Der liebe Rowohlt Verlag war sogar noch so freundlich ihr (einziges, bis dato) Kinderbuch mitzusenden. Was den Titel: «Mr. Chas und Lisa Sue treffen die Pandas», trägt. Ebenso amüsant. Gönnt euch.

Historical Real Crime aus New York

Jonathan Lee lieferte einen spannenden Kriminalroman mit «Der Grosse Fehler» ab. Andrew Green, der Mitbegründer, dem die Stadt New York den Central Park und die New York Public Library verdankt, ist ermordert worden. Vor der eigenen Haustür erschossen. Dies ereignete sich wirklich. Der englische Autor nimmt uns mit auf eine spannende Fahrt, die auf wahren Begebenheiten beruht. Wir erfahren die Hintergründe und Lebensweise des Philanthropen Green. Gute Spannungsbögen und Wissenswertes über die Entstehung der ersten grossen Bücherei und des Central Parks. Definitiv ein Krimi mit Mehrwert. Es ist also durchaus kein grosser Fehler, sondern ein grosser Gewinn, dieses Buch zu lesen.

Foto: Eva Schram

Schweizer Kultfigur???

Freude hatten wir auch an «Kalmann – und der schlafende Berg». Joachim B. Schmidt (Tell) kennt ihr ja bereits von den Interviews und seinem «Tell» der für Aufsehen vor 2.5 Jahren sorgte. Nun hat der in Island Lebende Bündner seinen Dorfdeppen Kalmann wieder ins Rennen geschickt. Diesmal ist er in die USA gekommen und landet dort direkt beim FBI. Allein schon der Auftakt ist amüsant und wirft diverse Fragen auf. Munter geht es auch sonst weiter. Der selbsterkorene Dorf-Sheriff erlebt wieder skurriles und wir dürfen ihm dabei zusehen. Ein echtes Highlight im letzten Jahr. Kalmann hat definitiv das Potenzial zur Kultfigur.

Weitere Lesetipps und Anregungen könnt ihr auf Danis Insta-Seite unter: daniel liest finden.

Er sagt immer bleibt am Lesen. Tut das und ganz viel frachtwerk Artikel.

Ciao Baba